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#be_weekly – Woche zehn

Without ice cream there would be darkness and chaos!

Man(n) muss ja Prioritäten setzen. Für dieses Wochenfoto habe ich keine Kosten und Mühen gescheut und trotz der kalten Jahreszeit, für meine #be_weekly – Mitstreiter, ein Eis gegessen, weil es in dem Songtext enthalten ist.

Ich finde es spannend, ähnlich wie bei Fotos, wie man Musiktexte interpretieren kann. Wenn ein Interpret uns so viel Spielraum gibt. Was will er uns mitteilen? (M)eine Interpretation findet ihr weiter unten.

Am Ende denk ich immer nur an dich!
Ein wunderbarer Song von Element of Crime!!!

Auf einem Spielplatz ruft ein Kind nach seiner Mutter,
damit die sieht, wie hoch das Kind schon schaukeln kann
und es wirft die Beine vor und hoch zum Himmel,
bis ein Schuh davonfliegt und der landet dann,
auf einem Auto, das am Straßenrand geparkt ist,
auf dessen Windschutzscheibe „Schwein“ geschrieben steht,
und das metallic-braun und glatt wie Deine Haare
genau wie Du sein wahres Alter nicht verrät.

Ganz egal, woran ich grade denke,
am Ende denk ich immer nur an Dich.

Die deutsche Mutter stürzt nach vorn in heller Panik
und übersieht dabei ein Kindesbein im Sand
und schlägt lang hin, da lacht der Kindesbeinbesitzer,
der hat ein Erdbeereis in seiner rechten Hand.
Das hängt bedenklich schräg nach vorn in seiner Waffel
und tropft sich selbst verschwendend auf die Haute Couture.
Am Leib des ganzen Stolzes seiner schönen Eltern
und wird zu Dreck dort, genau wie ich bei Dir.

Ganz egal, woran ich grade denke,
am Ende denk ich immer nur an Dich.

Warum blutet Mutter aus der Nase?
Warum ist ihr Kind so dumm wie klein?
Darf ein metallic-braunes Auto denn da parken?
Und warum kann ich ohne Dich nicht glücklich sein?
Wie viele Erdbeereise muss der Mensch noch essen,
bevor er endlich einmal sagt: „Ich bin dafür,
die böse Tat des Beinestellens zu unterlassen“?
Und darf ich irgendwann noch mal zurück zu Dir?

Ganz egal, woran ich grade denke,
am Ende denk ich immer nur an Dich.
Ganz egal, woran ich grade denke,
am Ende denk ich immer nur an Dich.

Für mich geht es hier um eine Liebeserklärung. Eine große Liebe die gescheitert ist, es aber noch Hoffnung auf einen Neustart gibt.

Ich sehe das jetzt mal aus der Sicht einen Mannes…

In der ersten Strophe möchte der Mann geliebt werden, die Partnerin hat Geheimnisse und gibt nicht alles preis. Vielleicht hat er sich auch nicht gut verhalten, weswegen auf der Windschutzscheibe des Autos „Schwein“ steht. Der Ruf des Kindes ist das Bedürfnis jedes Menschen nach Aufmerksamkeit und Anerkennung.

Die entscheidende Metapher folgt für mich in Strophe zwei. Das Erdbeereis symbolisiert die Liebe, bzw. die Beziehung. Solange das Eis noch frisch und kalt genug ist kann man es genüßlich essen. Es steht für eine intakte Beziehung oder glückliche Liebe. Eis hat aber die Eigenschaft, schnell zu schmelzen und somit seinen ursprünglichen Zustand zu verlieren. Damit ist das Süße, Schöne vergänglich, wie auch die Liebe. Man muss sie pflegen.

Damit nicht genug. Es verwandelt sich auf der Kleidung in Schmutz. Genauso hat sich die Sicht der Partnerin in Gleichgültigkeit geändert und es kommt zur Trennung.

Das Erdbeereis stellt symbolisch dar, dass sich eine Beziehung jederzeit verändern kann. Ebenso lässt sie sich je nach Kontext und Phase unterschiedlich bewerten. Die glückliche Liebe ist nicht konservierbar und immer nur ein Geschenk für den Augenblick, wie der gute, süße Geschmack des Erdbeereises.

Die dritte Strophe besteht aus Fragen warum der Mann nicht ohne diese Frau glücklich sein kann. Wann sie sich endlich wieder zu ihm bekennt.

Immerhin ist der Mann sich seiner Gefühle gegenüber dieser Frau sicher. Denn alle seine Gedanken finden stets ein Ziel: „Ganz egal, woran ich grade denke, am Ende denk ich immer nur an dich.“

Wenn das mal keine Liebeserklärung ist 😉

Und die Moral von der Geschichte ist: Without ice cream there would be darkness and chaos!

Eis geht immer!!!!

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